Und wieder ist eine Woche rum. Bald ist die OP tatsächlich
schon 4 Wochen her! Am Donnerstag habe ich wieder einen Arzttermin, bei dem
sicher geröntgt wird. Anschließend wird mir hoffentlich mitgeteilt, dass ich
nun so langsam wieder anfangen kann zu belasten. Schmerzen habe ich eigentlich
keine mehr, es kann also losgehen :)
Widererwartend gibt’s bislang nichts Neues. Hin und wieder sind
wir mal gemütlich irgendwo eingeladen oder gehen hübsch etwas essen. Neulich
waren wir beispielsweise im Bella Italia. Ein Italiener mit ganz sonderbarer
Einrichtung. Das Essen war ok, aber das Highlight war im Grunde endlich mal
wieder eine Lasagne auf dem Teller zu haben.
Alles in allem fehlt es mir hier jedoch bisher an nichts. Da
ich sowieso nicht die große Köchin bin, mangelt es auch nicht an notwendigen
Zutaten. Für Nudeln mit Tomatensoße reicht es allemal. Und zurzeit kocht ja eh
meine liebe Ayi -und das in der Tat ganz vorzüglich! Die ein oder andere
Backzutat würde das Leben bissl erleichtern, aber man überlebt wohl auch ohne
Schmand. Außerdem habe ich eine Joghurtmaschine bekommen. Von meinem ersten
Joghurt bzw. Quark werde ich dann berichten :)
Auch gibt es leckeres Brot im Hotel, was wohl von der „Backstube“
geliefert wird. Im Walmart und spätestens in der Metro ist sowieso nahezu alles
zu bekommen. Ein Döner oder mal ein schönes Schnitzel, ja vielleicht mal eine
Hühnersuppe von Mutti wären kleine Highlights, aber das steigert nur die
Vorfreude! Gerade sind wir nämlich schon kräftig am Flüge suchen für unsere
Heimreise. Gar nicht so einfach, denn Flüge aus China (C-D-C) sind immer sehr,
sehr teuer, wohingegen quasi der gleiche Weg nur aus Deutschland (D-C-D) etwa
die Hälfte kostet. Es liegt einfach viel zu viel an in diesem Jahr, weswegen
wir gar nicht alle Events wahrnehmen können… Aber der Wille ist da!
Da nun offensichtlich nicht viel passiert ist, nutze ich die
Leere um nun doch von unserem Ausflug zum Moonlake zu berichten. Dieser ist als
eine Art „Naturschutzgebiet-Besucherpark-Naherholungsgebiet“ zu verstehen. 
Man
zahlt Eintritt pro Person und separat nochmal fürs Auto und kann dann entspannt
um den See fahren. Niemand muss aussteigen, niemand muss wandern…
Zum Zeitpunkt
unseres Besuchs war es natürlich bitter kalt (Wir wollten eigentlich für Harbin
üben) und der See war zugefroren. Am Ufer waren meistens kleine Rinnen
ausgeschlagen, in denen das Wasser nicht gefroren war. Weiblich geschätzt war
der See mindestens einen Meter tief gefroren. Ein wahnsinniger Anblick. Überall
waren Fußspuren erkennbar und hin und wieder auch kleine Löcher oder
Unebenheiten, die auf Eisangler hindeuteten.
Sehr imposant sind auch die
Schiffe am Rand, die dort liegen, als würde ab morgen wieder besseres Wetter
werden. Aber das wär sehr schade, denn es gibt nämlich einiges zu erleben.Neben einer Gummireifenrodelbahn gibt es eine Art Skihang (Ihr wisst, ich kenn mich in der Fachsprache dazu nicht wirklich aus), Schneemobile aller Couleur (kleine Panzer mit irgendwelchen Schießvorrichtungen, Jeeps, Quads, Fahrräder, …)
Das Highlight ist jedoch ein großes Areal mit wundervollen
Schneebauten. Hier ist nochmal separat Eintritt zu zahlen. Wir waren leider zu
spät dran, deswegen kann ich nur Vermutungen anstellen. Es muss wohl begehbare „Paläste“
und zahlreiche Statuen gegeben haben. Nunja, allein die Silhouette aus der
Ferne war schon imposant.
All die Kunstwerke befanden sich außerdem direkt auf dem See. So auch die Parkplätze für die Besucher.
Für ein bisschen Abwechslung sorgen im Sommer außerdem diese
hübschen Wanderwege. Es sind Stege, die mitten in den Wald gebaut sind, sodass
man mit jedem Schuhwerk einen Waldspaziergang vornehmen kann. Sieht etwas
befremdlich aus, wird aber hervorragend gepflegt. Zudem gibt es eine
Blockhütte, die als Imbiss dient und Gerichte wie Gulasch oder Würstchen auf
der Karte hat (Foto vergessen) -auch eine Backstube.



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